PEAB

Gedanken

Peter Abfalterer, 29. September 2020

2020, und dann?

Die Gradwanderung zwischen Digital und Analog in der schönen neuen Welt

Die Industrialisierung brachte die Maschinen. Sie wurden teils gefürchtet, teils geliebt.

Die Digitalisierung bringt die Daten. Sie werden teils gefürchtet, teils geliebt.

Geben wir bitte unser Bestes, dass die Gründe zum Lieben des Fortschritts immer überwiegen!

Wir surfen auf einer digitalen Monsterwelle im Datenmeer. Die Höhe und Geschwindigkeit solcher Wellen erzeugen enorme Kräfte. Sowohl die Surf-Stars wie Google, Facebook und Co, als auch einzelne Freizeit-Surfer müssen einen Umgang und eine Ethik für die Daten-Weltmeere finden, um die Wellen so zu reiten, dass es weder zu einem Verschlucken, Untergehen und womöglich Ertrinken kommt, noch zu einem harten Aufprall und einer Strandung.

Unsere Welt ist längst nicht mehr rein analog, aber auch nicht komplett digital. In den letzten Jahrzehnten, im Jetzt und vor allem in Zukunft kann man zunehmend von einer digilogen" Welt sprechen. Diese moderne Kunstwort-Schöpfung meint die Verschmelzung zwischen analogen und digitalen Bestandteilen in Alltag und Business.

Wenn man so will befinden wir uns heute im "digitalen Zeitalter", oft wird auch von "Industrie 4.0" gesprochen. Betrachtet man die Industrialisierung ging diesem Zeitalter die "Industrie 1.0" mit Mechanisierung, die "Industrie 2.0" mit Massenherstellung und die "Industrie 3.0" durch Computer und Automatisierung voran.

Ein anderes Schlagwort, welches man oft zu hören bekommt und auch als Synonym für unsere Zeit einsetzen kann, ist "Web 3.0" bzw. "Web 4.0". Begonnen hat alles mit dem "Web 1.0", der Geburtsstunde des Internets und dem "Web 2.0", der Möglichkeit Konsument und Produzent zu sein. "Web 3.0" bzw. "Web 4.0" meint ein "Internet der Dinge". Alle Objekte wie Handy, Kühlschrank, Uhr, Wohnzimmer-Licht, etc. sind miteinander smart vernetzt und die Informationen von Menschen, die ins Internet eingegeben werden, können von Computern interpretiert werden, um zum Beispiel künstliche Intelligenzen zu erschaffen. Und hier sind die Entwicklungen in kurzer Zeit sehr weit gekommen, obwohl wir gerade am Anfang dieser Dekade stehen. Die Fortschritts-Kurve ist eine stark exponentiell steigende!

Fragen, die mich in diesem Gebiet begleiten:

Welche analogen Dinge sollten weiterhin Bestand haben?

Wie digital soll und darf die Welt werden?

Wohin entwickelt sich unsere immer höher technologisierte Gesellschaft?

Welchen Regeln und Ethiken haben digitale Vorgänge in der Zukunft zu folgen?

What's next - Was erwartet uns in der "Industrie 5.0" oder dem "Web 5.0"?

Bachelorarbeit im Studiengang "Kommunikation, Wissen, Medien", FH Hagenberg, Peter Abfalterer, Juni 2014

Das Social Web als Hilfe für Teamwork

Bachelorarbeit: "Untersuchung der Eignung von Social Web Anwendungen als unterstützendes Tool für virtuelle Zusammenarbeit und Kommunikation in Gruppen auf Basis der Mediensynchronizitätstheorie"

Link zum Buch

Viele Unternehmen sind in der heutigen Zeit mit der Herausforderung konfrontiert, die Kommunikation und Zusammenarbeit in Teams nicht nur klassisch sondern auch virtuell, sprich online, effektiv zu gestalten. Dabei entstehen für alle Typen von Aufgaben verschiedene Anforderungen an die Kommunikationsprozesse und die Kollaborationsstruktur. Durch die Möglichkeiten des Web 2.0 geht der Trend in Unternehmen stark zum Einsatz von Social Web Anwendungen als unterstützende Werkzeuge für die virtuelle Zusammenarbeit. Ein großes Angebot an Anwendungen kann diese bei unterschiedlichen Aufgaben unterstützen. Besonders in der Arbeitswelt werden diese Social Web Anwendungen häufig eingesetzt. Oft ist es für die Unternehmen schwierig, das geeignete Tool auszuwählen und das gesamte Potential auszuschöpfen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie geeignet bestimmte Social Web Anwendungen für die Unterstützung der virtuellen Kommunikation und Kooperation in Gruppen sind und betrachtet dabei auch verschiedene Arten von Aufgaben. Es wird ein Kriterienkatalog auf Basis der Mediensynchronizitätstheorie erstellt, mit dem die Social Web Anwendungen beurteilt werden. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen gegeben.

Peter Abfalterer wurde 1991 in Linz geboren. Sein Studium "Kommunikation, Wissen, Medien", welches besonders durch seine Interdisziplinaritat in dieser Form einzigartig ist, schloss der Autor im Jahre 2014 mit Auszeichnung und dem akademischen Grad Bachelor of Arts in Social Sciences ab. Vor allem die unuberschaubare Vielfalt im Social Web Dschungel und auch die Notwendigkeit von Kommunikation und Zusammenarbeit in jedem Unternehmen bewegten Peter Abfalterer dazu, sich eingehend mit der Thematik dieses Buches zu beschaftigen.

Interview in den Oberösterreichischen Nachrichten zum Themenfeld "Digitaler Student", Oktober 2013

"Mittelweg zwischen neu und traditionell finden"

Zwischenmenschliche Interaktionen sind für Lernprozesse besser als das Internet

Hagenberg. Student Peter Abfalterer spricht über die digitatle Vernetzung seiner Kommilitonen, wie mühsam ein Studium heutzutage ohne E-Learning wäre und ob "Moocs" bald auch im Unterricht einzug halten.

Oberösterreichische Nachrichten: Herr Abfalterer, wie gut sind die Studenten untereinander "vernetzt"?

Peter Abfalterer: Gerade in Hagenberg funktioniert die Verntzung, meiner Einschätzung nach, sehr schnell und gut. Das liegt vermutlich auch daran, dass bei unserem Studium die Nutzung von Neuen Medien und Kommunikationsmöglichkeiten im Vordergrund stehen.

OÖN: Würde ein Studium heute ohne E-Learning funktionieren?

PEAB: Spannende Frage. Ich denke dass es funktionieren würde, jedoch würde man es an vielen Stellen mühsamer und unbequemer empfinden. Beispielsweise bei der Abgabe einer Aufgabe: Sie schreiben die Arbeit digital und geben sie über Moodle ab. Somit ist alles erleidgt. Gäbe es E-Learning nicht, müsste man wieder mit der Hand schreiben oder ausdrucken, zur FH bringen, nach der Korrektur wieder zurückbekommen, etc. Durch die Digitalisierung können Abgabetermine viel variabler gesetzt werden, sie sind nicht von der Anwesenheit abhängig.

OÖN: Arbeiten Sie mit "Moocs" (Massive Open Online Courses)?

PEAB: Moocs sind eine Entwicklung, die gerade im Kommen ist. Ich habe einmail an einem sogeannten "Mooc"-Kurs teilgenommen. Die Nutzung solcher Angebote beschärnkt sich aber eher auf einzelne Studenten.

OÖN: Hat diese Form von Unterricht Zukunft?

PEAB: Moocs dinen dazu, Inhalte einer großen, breiten Masse verfügbar zu machen. Ich galube allerdings, dass zwischenmenschliche Interaktionen Lernprozesse stark verbessern können, da man im sozialen Austuasch mehrere Sichtweisen kennen lern und verschiedene Lösungsansätze diskutieren kann. Ob sich das in der selben Qualität im Internet durchführen lässt, bezweifle ich. Aber es ist Geschmacksache, wie weit am "traditionellen" Unterricht festgehalten wird oder "Methoden der Zukunft" eingesetzt werden. Der Mittelweg ist, glaube ich, die beste Lösung.

Link zum Zeitungsartikel





Impressum